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Die Sonne liefert uns täglich ein enormes Energiepotential,
das in Spanien den Primärenergieverbrauch um ein Vielfaches
übersteigt. Diese Energiequelle ist praktisch unerschöpflich
und steht uns auch in den nächsten Jahrmillionen zur Verfügung.
Fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdgas oder Erdöl sind dagegen
nur begrenzt vorhanden und die Gewinnung dieser Rohstoffe, sowie
ihr Verbrauch verursachen erhebliche Umweltverschmutzung. Die Sonne
könnte zweifellos die Energie der Zukunft darstellen, nachhaltig
und sauber.
In Deutschland beträgt die Jahressumme der solaren Globalstrahlung
rund 1.000 kWh/m². Mit einer durchschnittlichen Anlagengüte
lässt sich damit recht einfach der jährliche Ertrag einer
Solaranlage abschätzen. In Spanien reichen die Jahressummen
von unter 1.300 kWh/m² im Norden bis über 1.800 kWh/m²
im Süden. Es geht also darum, das vorhandene Potential zu nutzen!

Wie funktioniert eine thermische Solaranlage?
Die Strahlung der Sonne kann in Strom und in Wärme umgewandelt
werden. Anlagen, die Wärme erzeugen heißen thermische
Solaranlagen. Sie bestehen im Prinzip aus
dem Kollektorfeld
dem/den Wärmespeicher(n)
dem Solarkreis (geschlossener Rohrkreis zwischen Kollektoren und
Speicher)
und der Regelung
Sonnenkollektoren absorbieren solare Strahlung, wandeln sie in
Wärme um und geben die Wärme an ein Wärmeträgermedium
ab. Dieses wird über ein Rohrsystem zu dem Solarspeicher gepumpt,
erwärmt dort das Wasser im Speicher und strömt abgekühlt
zu den Kollektoren zurück. Solange nutzbare Wärme in den
Kollektoren zur Verfügung steht, hält der Regler die Pumpe
in Betrieb. Im Winter kann die fehlende Wärme über ein
alternatives Heizsystem nachgeführt werden.
Diese Anlagen können verhältnismäßig einfach
in vorhandene Warmwassersysteme eingebunden werden.
Prinzip
und Komponenten der Solarthermie:
Sonnenkollektor (1)
Wandelt Solarstrahlung in Wärme um und gibt die Wärmeenergie
an die frostsichere Solarflüssigkeit ab. Der Kollektor liefert
nicht nur bei strahlendem Sonnenschein Wärme. Auch diffuse
Strahlung bei bewölktem Himmel genügt meist, um hohe Absorbertemperaturen
zu erreichen
Pumpstation (2)
Transportiert die Wärmeenergie vom Kollektor in den Solarspeicher.
Ausdehnungsgefäß (3)
Bevorratet Solarflüssigkeit, gleicht Druckschwankungen des
Systems aus.
Solarregelung (4)
Schaltet die Umwelzpumpe der Pumpstation ein, wenn die Kollektortemperatur
höher ist als die gewünschte Wassertemperatur im Solarspeicher.
Heizkessel (5)
Sollte die Solaranlage einmal nicht ausreichen, so schaltet der
Heizkessel-Thermostat den Heizkessel ein. Dieser erwärmt dann
das Wasser im oberen Drittel des Solarspeichers auf Wunschtemperatur.
entnommen der Interseite:http://www.sunny-solartechnik.de
Warmwasserbedarf und Sonneneinstrahlung
Für die Nutzung der Sonnenenergie zur Warmwasserbereitung ergeben
sich günstige Voraussetzungen, da der Warmwasserbedarf eines
Haushaltes über das Jahr annähernd konstant ist. Es besteht
dadurch eine größere Übereinstimmung zwischen Energiebedarf
und solarem Energieangebot als bei der Nutzung einer Raumheizung
(im Winter bei geringster Sonneneinstrahlung= höchster Energiebedarf
für die Heizung). Mit einer richtig dimensionierten Anlage
kann man jedoch jährlich 50 % bis 100 % des Warmwasserbedarfs
mit Sonnenenergie decken. Üblicherweise wird die Anlage zur
thermischen Energieversorgung so dimensioniert, dass eine Versorgung
in den Wintermonaten zu 80 % gewährleistet ist. Im Sommer kann
meistens der gesamte Bedarf an Warmwasser über die Solaranlage
bereitgestellt werden. Die Voraussetzung für die richtige Dimensionierung
der Solaranlage ist eine möglichst genaue Kenntnis des Warmwasserverbrauchs.
Man sollte auch Möglichkeiten zur Senkung des Bedarfs bedenken.
Bei diesen Fragen ist die Beratung durch einen Fachmann zu empfehlen.
Als Anhaltspunkt bei der Dimensionierung einer kleinen Solaranlage
ergibt sich bei einem mittleren Wasserverbrauch von 100 Litern pro
Tag (bei 45°C) eine Kollektorfläche von 1,2 m² bis
1,5 m² pro Person.
Wenn die Warmwasseraufbereitung zusätzlich für die Heizung
genutzt werden soll, muss die Anlage größer dimensioniert
werden. Fast immer benötigt man dann ein konventionelles, unterstützendes
Heizsystem, welches gewährleistet, daß auch dann ausreichend
warmes Wasser zur Verfügung steht, wenn die Solaranlage keine
oder zu wenig Nutzenergie liefert. In Spanien wird der Einbau von
Bodenheizungen empfohlen.
Fotovoltaikanlagen
In Solarzellen (photovoltaisch) wird die Energie des Sonnenlichtes
direkt in elektrischen Strom verwandelt. Wenn Licht auf eine Solarzelle
(meist aus Silizium) trifft, werden dort positive und negative Ladungsträger
freigesetzt und so Gleichstrom erzeugt, der direkt Motoren antreiben,
Akkus aufladen oder Glühbirnen zum Leuchten bringen kann.
Aufbau einer Photovoltaikanlage:
Eine Photovoltaik-Anlage besteht aus mehreren Photovoltaik-Modulen
(Solarmodulen), die Sonnenlicht in Gleichstrom umwandeln. Meist
wird dieser Gleichstrom in üblichen 230-Volt Wechselstrom umgeformt.Ein
Photovoltaik-Modul wiederum besteht aus einzelnen Solarzellen (meist
36 oder 72 Zellen aus kristallinem Silizium). Diese bestehen aus
unterschiedlich dotierten Halbleitermaterialien, die die Eigenschaft
haben, direkt aus dem Sonnenlicht Elektrizität zu erzeugen.
Diese Eigenschaft basiert auf dem photovoltaischen Effekt. Daher
wird diese Technik Photovoltaik genannt.
Typen von Photovoltaikanlagen
Es lassen sich zwei unterschiedliche Typen von Photovoltaikanlagen
ausmachen:
1. Netzgekoppelte Anlagen
2. Inselanlagen
Netzgekoppelte Solaranlagen:
Die Solarzellen im Solargenerator erzeugen auf direktem Weg elektrische
Energie aus dem auftreffenden Licht. Es handelt sich dabei um Gleichstrom,
wie er in jeder Art von Batterie zur Verfügung steht. Die Module
werden im Generatoranschlusskasten zum Solargenerator miteinander
verschaltet. Der vom Solargenerator erzeugte Gleichstrom wird anschließend
mittels Wechselrichter in netzüblichen Wechselstrom (230 Volt
Wechselspannung) umgewandelt, damit Sie die Energie im Haushalt verbrauchen
oder ins Netz abgeben können.
Ins öffentliche Stromnetz eingespeister Solarstrom wird nach
dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vom Versorgungsnetzbetreiber
( in Andalusien: Die Sevillana) vergütet. Die Abrechnung erfolgt
über einen separaten Einspeisezähler.
Inselanlagen:
Sogenannte Inselsysteme (einzeln stehende Häuser, Campingbus,
Segelboot usw.) brauchen nicht unbedingt einen Wechselrichter zur
Umwandlung in Netz-Wechselstrom (230V/50Hz), da sie an kein Netz
gekoppelt sind. Deshalb kann eine einfache PV-Anlage Gleichstromverbraucher
wie z.B. Radio, Fernseher, Beleuchtung, usw., direkt ohne Umwandlung
betreiben. Nachts oder an trüben Tagen kann mittels Akkumulatoren
die gespeicherte Sonnenenergie verwendet werden. Noch einfachere
PV-Anlagen (z. B. Springbrunnen) benötigen keine Batterie und
funktionieren in Abhängigkeit der Sonneneinstrahlung. Ist sie
hoch, entspricht dies einem hohen Wasserstrahl, sinkt sie, wird
der Wasserstrahl niedriger.
Kalkulation des Stromverbrauches
Eine erste, einfache Abschätzung ist des eigenen Energieverbrauches
und der benötigten Solaranlagen mit Hilfe folgender Überlegungen
möglich:
Wie hoch ist der eigene Energieverbrauch? Ein 1-Personen- Haushalt
verbraucht durchschnittlich zwischen 700 und 1400 kWh/a, ein 4-Personen-Haushalt
ca 4000 kWh/a. Will man seinen Energiebedarf durch Solaranlagen
decken ist bei der Kalkulation zu bedenken, dass das Angebot an
solarer Energie in den Wintermonaten geringer ist, als im Sommer,
der Energieverbrauch jedoch i.d.R. höher. Als Ausgangswerte
sollten also der Verbrauch und die Höhe der Stromproduktion
im Winter gelten. Weiterhin stellt sich die Frage, ob man bereit
ist, mit der solar erzeugten Energie zu haushalten, im Winter beispielsweise
den Kühlschrank abzuschalten oder ob eine ganzjährige
Versorgung notwendig ist.
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